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class="paragraph">Ha! — was, du kennst keine drüber? Besinne dich nochmals — Tod, Himmel, Ewigkeit, Verdammnis schwebt auf dem Laut deines Mundes — keine einzige drüber? MOSER

Keine einzige drüber.

FRANZ
fällt in einen Stuhl.

Zernichtung! Zernichtung!

MOSER

Freut euch, freut euch doch! preist euch doch glücklich! — Bei allen euern Greueln seid ihr noch ein Heiliger gegen den Vatermörder. Der Fluch, der euch trifft, ist gegen den, der auf diesen lauert, ein Gesang der Liebe — die Vergeltung —

FRANZ
aufgesprungen.

Geh in tausend Grüfte, du Eule! wer hies dich hieher kommen? geh, sag ich, oder ich stoß dich durch und durch!

MOSER

Kann das Pfaffengewäsche so einen Philosophen in Harnisch jagen? Blast es doch weg mit dem Hauch eures Mundes!

geht ab.
Franz wirft sich in seinem Sessel herum in schröcklichen Bewegungen, tiefe Pause.
Ein Bedienter eilig. BEDIENTER

Amalia ist entsprungen, der Graf ist plözlich verschwunden.

Daniel kommt ängstlich. DANIEL

Gnädiger Herr, jagt ein Trupp feuriger Reuter295 die Steig296 herab, schreien Mordjo, Mordjo — das ganze Dorf in Alarm.

FRANZ

Geh laß alle Glocken zusammenläuten alles soll in die Kirche — auf die Knie fallen alles — beten für mich — alle Gefangnen sollen los sein und ledig, ich will den Armen alles doppelt und dreifach wiedergeben, ich will — so geh doch — so ruf doch den Beichtvater, daß er mir meine Sünden hinwegsegne — bist du noch nicht fort?

Das Getümmel wird hörbarer. DANIEL

Gott verzeih mir meine schwere Sünde! Wie soll ich das wieder reimen? Ihr habt ja immer das liebe Gebet über alle Häuser hinausgeworfen297, habt mir so manche Postill und Bibelbuch an den Kopf gejagt, wenn ihr mich ob dem Beten298 ertapptet —

FRANZ

Nichts mehr davon — Sterben! siehst du! Sterben! — Es wird zu spät man hört Schweizern toben. Bete doch! Bete!

DANIEL

Ich sagt’s euch immer — ihr verachtet das liebe Gebet so — aber gebt acht, gebt acht! wenn die Not an Mann geht, wenn euch das Wasser an die Seele geht, ihr werdet alle Schätze der Welt um ein christliches Seufzerlein geben — Seht ihrs? Ihr verschimpftet mich! Da habt ihrs nun! Seht ihrs?

FRANZ
umarmt ihn ungestüm.

Verzeih lieber, goldner Perlendaniel verzeih — ich will dich kleiden von Fuß auf — so bet doch — ich will dich zum Hochzeiter299 machen — ich will — so bet doch — ich beschwöre dich — auf den Knien beschwör ich dich — Ins T-ls Namen! so bet doch!

Tumult auf den Straßen, Geschrei — Gepolter — SCHWEIZER
auf der Gasse.

Stürmt! Schlagt tot! Brecht ein! Ich sehe Licht! dort muß er sein.

FRANZ
auf den Knien.

Höre mich beten Gott im Himmel! — Es ist das erstemal — soll auch gewiß nimmer geschehen — Erhöre mich Gott im Himmel.

DANIEL

Mein doch! Was treibt ihr? Das ist ja gottlos gebetet.

Volksauflauf. VOLK

Diebe! Mörder! wer lärmt so gräßlich in dieser Mitternachtsstunde!

SCHWEIZER
immer auf der Gasse.

Schlag sie zurück Kamerad — der Teufel ists und will euren Herrn holen — wo ist der Schwarz mit seinem Haufen? — Postier dich ums Schloß Grimm — Lauf Sturm wider die Ringmauer!

GRIMM

Holt ihr Feuerbrände — wir hinauf oder er herunter — Ich will Feuer in seine Säle schmeißen.

FRANZ
betet.

Ich bin kein gemeiner Mörder gewesen mein Herrgott — hab mich nie mit Kleinigkeiten abgegeben mein Herrgott —

DANIEL

Gott sei uns gnädig. Auch seine Gebete werden zu Sünden.

Es fliegen Steine und Feuerbrände. Die Scheiben fallen. Das Schloß brennt. FRANZ

Ich kann nicht beten — hier hier! Auf Brust und Stirn schlagend, Alles so öd — so verdorret steht auf. Nein ich will auch nicht beten — diesen Sieg soll der Himmel nicht haben, diesen Spott mir nicht antun die Hölle —

DANIEL

Jesus Maria! helft — rettet — das ganze Schloß steht in Flammen!

FRANZ

Hier nimm diesen Degen. Hurtig. Jag mir ihn hinterrücks in den Bauch, daß nicht diese Buben kommen und treiben ihren Spott aus mir.

Das Feuer nimmt überhand. DANIEL

Bewahre! Bewahre! Ich mag niemand zu früh in den Himmel fördern, viel weniger zu früh

er entrinnt. FRANZ
ihm graß300 nachstierend, nach einer Pause.

In die Hölle wolltest du sagen — Wirklich! ich wittere so etwas — wahnsinnig. Sind das ihre hellen Triller? hör ich euch zischen ihr Nattern des Abgrunds? — Sie dringen herauf — Belagern die Türe — warum zag ich so vor dieser bohrenden Spitze? — die Türe kracht — stürzt — unentrinnbar — Ha! so erbarm du dich meiner!

er reißt seine goldene Hutschnur ab, und erdrosselt sich.
Schweizer mit seinen Leuten. SCHWEIZER

Mordkanaille wo bist du? — Saht ihr wie sie flohen? — hat er so wenig Freunde? — Wohin hat sich die Bestie verkrochen?

GRIMM
stößt an die Leiche.

Halt! was liegt hier im Weg? Zündet301 hieher —

SCHWARZ

Er hat das Prevenire gespielt.302 Steckt eure Schwerder ein, hier liegt er wie eine Katze verreckt.

SCHWEIZER

Tot! was? tot? ohne mich tot — Erlogen sag ich — Gebt acht wie hurtig er auf die Beine springt? — rüttelt ihn. Heh du! Es gibt einen Vater zu ermorden.

GRIMM

Gib dir keine Müh. Er ist maustot.

SCHWEIZER
tritt von ihm weg.

Ja! Er freut sich nicht — Er ist maustot — Gehet zurück und saget meinem Hauptmann: Er ist maustot — mich sieht er nicht wieder.

Schießt sich vor die Stirn. ZWEITE SZENE
Der Schauplatz, wie in der lezten Szene des vorigen Akts.
Der alte Moor auf einem Stein sitzend. Räuber Moor gegenüber. Räuber hin und her im Wald. R. MOOR

Er kommt noch nicht?

schlägt mit dem Dolch auf einen Stein daß es Funken gibt. D. A. MOOR

Verzeihung sei seine Strafe — meine Rache verdoppelte Liebe.

R. MOOR

Nein, bei meiner grimmigen Seele. Das soll nicht sein. Ich wills nicht haben. Die große Schandtat soll er mit sich in die Ewigkeit hinüber schleppen! — Wofür hab ich ihn dann umgebracht?

D. A. MOOR
in Tränen ausbrechend.

O mein Kind.

R. MOOR

Was? — du weinst um ihn — an diesem Turme?

D. A. MOOR

Erbarmung! o Erbarmung! Heftig die Hände ringend. Itzt — itzt wird mein Kind gerichtet!

R. MOOR
erschrocken.

Welches?

D. A. MOOR

Ha! was ist das für eine Frage?

R. MOOR

Nichts. Nichts.

D. A. MOOR

Bist du kommen Hohngelächter anzustimmen über meinem Jammer?

R. MOOR

Verrätrisches Gewissen! — Merket nicht auf meine Rede.

D. A. MOOR

Ja ich hab einen Sohn gequält, und ein Sohn mußte mich wieder quälen, das ist Gottes Finger — o mein Karl! mein Karl! wenn du um mich schwebst im Gewand des Friedens. Vergib mir. Oh vergib mir!

R. MOOR
schnell.

Er vergibt euch. Betroffen. Wenn ers wert ist euer Sohn zu heißen — Er muß euch vergeben.

D. A. MOOR

Ha! Er war zu herrlich für mich — Aber ich will ihm entgegen mit meinen Tränen, meinen schlaflosen Nächten, meinen quälenden Träumen, seine Knie will ich umfassen — rufen — laut rufen: Ich habe gesündigt im Himmel, und vor dir. Ich bin nicht wert, daß du mich Vater nennst.

R. MOOR
sehr gerührt.

Er war euch lieb euer andrer Sohn?

D. A. MOOR

Du weißt es o Himmel. Warum ließ ich mich doch durch die Ränke eines bösen Sohnes betören? Ein gepriesener Vater ging ich einher unter den Vätern der Menschen. Schön um mich blühten meine Kinder voll Hoffnung. Aber — o der unglückseligen Stunde! — der böse Geist fuhr in das Herz meines zweiten, ich traute der Schlange — verloren meine Kinder beide.

Verhüllt sich das Gesicht. R. MOOR
geht weit von ihm weg.

Ewig verloren.

D. A. MOOR

Oh ich fühl es tief was mir Amalia sagte, der Geist der Rache sprach aus ihrem Munde. Vergebens ausstrecken deine sterbenden Hände wirst du nach einem Sohn, vergebens wähnen zu umfassen die warme Hand deines Karls, der nimmermehr an deinem Bette steht —

Räuber Moor reicht ihm die Hand mit abgewandtem Gesicht. D. A. MOOR

Wärst du meines Karls Hand! — Aber er liegt fern im engen Hause303, schläft schon den eisernen Schlaf, höret nimmer die Stimme meines Jammers — weh mir! Sterben in den Armen eines Fremdlings — Kein Sohn mehr — kein Sohn mehr, der mir die Augen zudrücken könnte —

R. RAUBER
in der heftigsten Bewegung.

Itzt muß es sein — itzt — verlaßt mich zu den Räubern. Und doch — Kann ich ihm denn seinen Sohn wieder schenken? — Ich kann ihm seinen Sohn doch nicht mehr schenken — Nein! Ich wills nicht tun.

D. A. MOOR

Wie Freund? Was hast du da gemurmelt?

R. MOOR

Dein Sohn — Ja alter Mann — stammelnd. Dein Sohn — ist — ewig verloren.

D. A. MOOR

Ewig?

R. MOOR
in der fürchterlichsten Beklemmung gen Himmel sehend.

O nur diesmal — Laß meine Seele nicht matt werden — nur diesmal halte mich aufrecht!

D. A. MOOR

Ewig sagst du?

R. MOOR

Frage nichts weiter. Ewig, sagt ich.

D. A. MOOR

Fremdling! Fremdling! Warum zogst du mich aus dem Turme?

R. MOOR

Und wie? — Wenn ich jetzt seinen Seegen weghaschte — haschte wie ein Dieb, und mich davonschlich mit der göttlichen Beute — Vatersegen sagt man, geht niemals verloren.

D. A. MOOR

Auch mein Franz verloren? —

R. MOOR
stürzt vor ihm nieder.

Ich zerbrach die Riegel deines Turms — Gib mir deinen Segen.

D.A. MOOR
mit Schmerz.

Daß du den Sohn vertilgen mußtest, Retter des Vaters! — Siehe die Gottheit ermüdet nicht im Erbarmen, und wir armseligen Würmer gehen schlafen mit unserm Groll legt seine Hand auf des Räubers Haupt. Sei so glücklich, als du dich erbarmest.

R. MOOR
weichmütig aufstehend.

O — wo ist meine Mannheit? Meine Sehnen werden schlapp, der Dolch sinkt aus meinen Händen.

D. A. MOOR

Wie köstlich ists wenn Brüder einträchtig beisammen wohnen, wie der Tau der vom Hermon fällt auf die Berge Zion — Lern diese Wollust verdienen junger Mann, und die Engel des Himmels werden sich sonnen in deiner Glorie. Deine Weisheit sei die Weisheit der grauen Haare, aber dein Herz — dein Herz sei das Herz der unschuldigen Kindheit.

R. MOOR

O einen Vorschmack dieser Wollust. Küsse mich göttlicher Greis!

D.A. MOOR
küßt ihn.

Denk es sei Vaterskuß, so will ich denken ich küsse meinen Sohn — du kannst auch weinen?

R. MOOR

Ich dacht, es sei Vaterskuß! — Weh mir, wenn sie ihn jetzt brächten!

Schweizers Gefährten treten auf im stummen Trauerzug, mit gesenkten Häuptern, und verhüllten Gesichtern. R. MOOR

Himmel!

tritt scheu zurück, und sucht sich zu verbergen. Sie ziehen an ihm vorüber. Er sieht weg von ihnen. Tiefe Pause. Sie halten. GRIMM
mit gesenktem Ton.

Mein Hauptmann.

R. Moor antwortet nicht und tritt weiter zurück. SCHWARZ

Teurer Hauptmann.

Räuber Moor weicht weiter zurück. GRIMM

Wir sind unschuldig mein Hauptmann.

R. MOOR
ohne nach ihnen hinzuschaun.

Wer seid ihr?

GRIMM

Du blickst uns nicht an. Deine Getreuen.

R. MOOR

Weh euch wenn ihr mir getreu wart!

GRIMM

Das letzte Lebewohl von deinem Knecht Schweizer — er kehrt nie wieder dein Knecht Schweizer.

R. MOOR
aufspringend.

So habt ihr

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