Darmowe ebooki » Tragedia » DieRäuber - Fryderyk Schiller (czytaj za darmo online txt) 📖

Czytasz książkę online - «DieRäuber - Fryderyk Schiller (czytaj za darmo online txt) 📖».   Wszystkie książki tego autora 👉 Fryderyk Schiller



1 ... 14 15 16 17 18 19 20 21 22 ... 26
Idź do strony:
id="anchor-254">254? darf auch ich diesen Verherrlichten —
er will das Gemälde betrachten. AMALIA

Nein, ja, nein!

MOOR
zurückfahrend.

Ha! — und verdient er diese Vergötterung? verdient er? —

AMALIA

Wenn sie ihn gekannt hätten!

MOOR

Ich würd ihn beneidet haben.

AMALIA

Angebetet, wollen sie sagen.

MOOR

Ha!

AMALIA

Oh sie hätten ihn so lieb gehabt — es war so viel, so viel in seinem Angesicht — in seinen Augen — im Ton seiner Stimme, das ihnen so gleich kommt — das ich so liebe —

Moor sieht zur Erde. AMALIA

Hier, wo sie stehen, stand er tausendmal — und neben ihm die, die neben ihm Himmel und Erde vergaß — hier durchirrte sein Aug die um ihn prangende255 Gegend — sie schien den großen belohnenden Blick zu empfinden, und sich unter dem Wohlgefallen ihres Meisterbilds zu verschönern — hier hielt er mit himmlischer Musik die Hörer der Lüfte gefangen — hier an diesem Busch pflückte er Rosen, und pflückte die Rosen für mich — hier hier lag er an meinem Halse, brannte sein Mund auf dem meinen, und die Blumen starben gern unter der Liebenden Fußtritt —

MOOR

Er ist nicht mehr?

AMALIA

Er segelt auf ungestümmen Meeren — Amalias Liebe segelt mit ihm — er wandelt durch ungebahnte sandigte Wüsten — Amalias Liebe macht den brennenden Sand unter ihm grünen, und die wilden Gesträuche blühen — der Mittag sengt sein entblößtes Haupt, nordischer Schnee schrumpft seine Sohlen zusammen, stürmischer Hagel regnet um seine Schläfe, und Amalias Liebe wiegt ihn in Stürmen ein — Meere und Berge und Horizonte zwischen den Liebenden — aber die Seelen versetzen sich aus dem staubigten Kerker, und treffen sich im Paradiese der Liebe — Sie scheinen traurig, Herr Graf?

MOOR

Die Worte der Liebe machen auch meine Liebe lebendig.

AMALIA
blaß.

Was? Sie lieben eine andre? — Weh mir, was hab ich gesagt?

MOOR

Sie glaubte mich tot, und blieb treu dem Totgeglaubten — sie hörte wieder, ich lebe, und opferte mir die Krone einer Heiligen256 auf. Sie weiß mich in Wüsten irren und im Elend herumschwärmen, und ihre Liebe fliegt durch Wüsten und Elend mir nach. Auch heißt sie Amalia wie Sie, gnädiges Fräulein.

AMALIA

Wie beneid ich ihre Amalia!

MOOR

Oh sie ist ein unglückliches Mädgen, ihre Liebe ist für einen, der verloren ist, und wird — ewig niemals belohnt.

AMALIA

Nein, sie wird im Himmel belohnt. Sagt man nicht, es gebe eine bessere Welt, wo die Traurigen sich freuen, und die Liebenden sich wiedererkennen?

MOOR

Ja, eine Welt, wo die Schleier hinwegfallen, und die Liebe sich schröcklich wiederfindet — Ewigkeit heißt ihr Name — meine Amalia ist ein unglückliches Mädgen.

AMALIA

Unglücklich, und Sie lieben?

MOOR

Unglücklich, weil sie mich liebt! wie, wenn ich ein Totschläger wäre? wie mein Fräulein? wenn ihr Geliebter ihnen für jeden Kuß einen Mord aufzählen könnte? wehe meiner Amalia! Sie ist ein unglückliches Mädchen.

AMALIA
froh aufhüpfend.

Ha! wie bin ich ein glückliches Mädgen! Mein einziger ist Nachstrahl257 der Gottheit, und die Gottheit ist Huld und Erbarmen! Nicht eine Fliege konnt er leiden sehen — Seine Seele ist so fern von einem blutigen Gedanken, als fern der Mittag von der Mitternacht ist.

Moor kehrt sich schnell ab, in ein Gebüsch, blickt starr in die Gegend. AMALIA
singt und spielt auf der Laute.
Willst dich Hektor ewig mir entreißen, 
Wo des Aeaciden mordend Eisen 
Dem Patroklus schröcklich Opfer bringt? 
Wer wird künftig deinen Kleinen lehren, 
Speere werfen und die Götter ehren, 
Wenn hinunter dich der Xanthus schlingt? 
 
Moor nimmt die Laute stillschweigend und spielt.
Teures Weib, geh, hol die Todeslanze! — 
Laß — mich fort — zum wilden Kriegestanze — 
 
Er wirft die Laute weg, und flieht davon. FÜNFTE SZENE
Nahgelegener Wald. Nacht.
Ein altes verfallenes Schloß in der Mitte.
Die Räuberbande gelagert auf der Erde. DIE RÄUBER
singen.
Stehlen, morden, huren, balgen 
Heißt bei uns nur die Zeit zerstreun, 
Morgen hangen wir am Galgen, 
Drum laßt uns heute lustig sein. 
 
Ein freies Leben führen wir, 
Ein Leben voller Wonne. 
Der Wald ist unser Nachtquartier, 
Bei Sturm und Wind handtieren wir, 
Der Mond ist unsre Sonne, 
Merkurius258 ist unser Mann, 
Der’s Praktizieren259 trefflich kann. 
 
Heut laden wir bei Pfaffen uns ein, 
Bei masten Pächtern morgen, 
Was drüber ist, da lassen wir fein 
Den lieben Herrgott sorgen. 
 
Und haben wir im Traubensaft 
Die Gurgel ausgebadet, 
So machen wir uns Mut und Kraft, 
Und mit dem Schwarzen260 Brüderschaft, 
Der in der Hölle bratet. 
 
Das Wehgeheul geschlagner Väter, 
Der bangen Mütter Klaggezetter, 
Das Winseln der verlaßnen Braut 
Ist Schmaus für unsre Trommelhaut! 
 
Ha! wenn sie euch unter dem Beile so zucken, 
Ausbrüllen wie Kälber umfallen wie Mucken261, 
Das kitzelt unsern Augenstern, 
Das schmeichelt unsern Ohren gern. 
 
Und wenn mein Stündlein kommen nun, 
Der Henker soll es holen, 
So haben wir halt unsern Lohn, 
Und schmieren unsre Sohlen, 
Ein Schlückchen auf den Weg von heißen Traubensohn262 
Und hura rar dar! gehts, als flögen wir davon. 
  SCHWEIZER

Es wird Nacht, und der Hauptmann noch nicht da!

RAZMANN

Und versprach doch Schlag acht Uhr wieder bei uns einzutreffen.

SCHWEIZER

Wenn ihm leides geschehen wäre — Kameraden! wir zünden an und morden den Säugling.

SPIEGELBERG
nimmt Razmann beiseite.

Auf ein Wort, Razmann.

SCHWARZ
zu Grimm.

Wollen wir nicht Spionen ausstellen?

GRIMM

Laß du ihn! Er wird einen Fang tun daß wir uns schämen müssen.

SCHWEIZER

Da brennst263 du dich, beim Henker! Er ging nicht von uns wie einer der einen Schelmenstreich im Schild führt. Hast du vergessen, was er gesagt hat als er uns über die Haide führte? — „Wer nur eine Rube vom Acker stiehlt, daß ichs erfahre läßt seinen Kopf hier, so wahr ich Moor heiße.” — Wir dörfen nicht rauben.

RAZMANN
leise zu Spiegelberg.

Wo will das hinaus — rede deutscher.

SPIEGELBERG

Pst! Pst! — Ich weiß nicht, was du oder ich für Begriffe von Freiheit haben, daß wir an einem Karrn ziehen, wie Stiere, und dabei wunderviel von Independenz deklamieren — Es gefällt mir nicht.

SCHWEIZER
zu Grimm

Was wohl dieser Windkopf hier an der Kunkel hat264?

RAZMANN
leise zu Spiegelberg.

Du sprichst vom Hauptmann? —

SPIEGELBERG

Pst doch! Pst! — Er hat so seine Ohren unter uns herumlaufen — Hauptmann sagst du? wer hat ihn zum Hauptmann über uns gesetzt, oder hat er nicht diesen Titel usurpiert, der von rechtswegen mein ist? — Wie? legen wir darum unser Leben auf Würfel265 — baden darum alle Milzsuchten des Schicksals aus, daß wir am End noch von Glück sagen, die Leibeigenen eines Sklaven zu sein? — Leibeigenen da wir Fürsten sein könnten? — Bei Gott! Razmann — das hat mir niemals gefallen.

SCHWEIZER
Zu den andern.

Ja — du bist mir der rechte Held, Frösche mit Steinen breit zu schmeißen — Schon der Klang seiner Nase, wenn er sich schneuzte könnte dich durch ein Nadelöhr jagen —

SPIEGELBERG
zu Razmann.

Ja — Und Jahre schon dicht’ ich darauf266: Es soll anders werden. Razmann — wenn du bist wofür ich dich immer hielt — Razmann. — Man vermißt ihn — gibt ihn halb verloren — Razmann — Mich deucht, seine schwarze Stunde267 schlägt — wie? Nicht einmal röter wirst du, da dir die Glocke zur Freiheit läutet? Hast nicht einmal so viel Mut, einen kühnen Wink zu verstehen?

RAZMANN

Ha, Satan! worin verstrickst du meine Seele?

SPIEGELBERG

Hats gefangen?268 — Gut! so folge. Ich habe mirs gemerkt, wo er hinschlich — Komm! Zwei Pistolen fehlen selten, und dann — so sind wir die erste die den Säugling erdrosseln.

Er will ihn fortreißen. SCHWEIZER
Zieht wütend sein Messer.

Ha Bestie! Eben recht erinnerst du mich an die Böhmischen Wälder! — Warst du nicht die Memme die anhub zu schnadern269, als sie riefen: Der Feind kommt? Ich hab damals bei meiner Seele geflucht — fahr hin Meuchelmörder

Er sticht ihn Tot. RÄUBER
In Bewegung.

Mordjo! Mordjo! — Schweizer — Spiegelberg — Reißt sie auseinander —

SCHWEIZER
Wirft das Messer über ihn.

Da! — Und so krepier du — Ruhig Kameraden — Laßt euch den Bettel nicht unterbrechen, — Die Bestie ist dem Hauptmann immer giftig gewesen, und hat keine Narbe auf ihrer ganzen Haut — Noch einmal, gebt euch zufrieden — ha! über den Racker270 — von hinten her will er Männer zu schanden schmeißen? Männer von hinten her! — Ist uns darum der helle271 Schweiß über die Backen gelaufen, daß wir aus der Welt schleichen wie Hundsfötter? Bestie du! Haben wir uns darum unter Feuer und Rauch gebettet, daß wir zuletzt wie Ratten verrecken?

GRIMM

Aber zum Teufel — Kamerad — was hattet ihr mit einander? — Der Hauptmann wird rasend werden.

SCHWEIZER

Dafür laß mich sorgen — Und du heilloser zu Razmann du warst sein Helfershelfer, du! — Pack dich aus meinen Augen — der Schufterle hats auch so gemacht; aber dafür hängt er itzt auch in der Schweiz, wies ihm mein Hauptmann prophezeit hat —

Man schießt. SCHWARZ
aufspringend.

Horch! ein Pistolschuß! Man schießt wieder. Noch einer! Holla! Der Hauptmann!

GRIMM

Nur Geduld! Er muß zum drittenmal schießen

Man hört noch einen Schuß. SCHWARZ

Er ists! — Ists! — Salvier dich272, Schweizer — laßt uns ihm antworten.

Sie schießen.
Moor. Kosinsky treten auf. SCHWEIZER
ihnen entgegen.

Sei willkommen mein Hauptmann — Ich bin ein bißchen vorlaut gewesen seit du weg bist Er führt ihn an die Leiche. Sei du Richter zwischen mir und diesen — von hinten hat er dich ermorden wollen.

RÄUBER
Mit Bestürzung.

Was? Den Hauptmann?

MOOR
In den Anblick versunken, bricht heftig aus.

O unbegreiflicher Finger der rachekundigen Nemesis! — Wars nicht dieser, der mir das Sirenenlied trillerte? — Weihe dies Messer der dunklen Vergelterin! — das hast du nicht getan Schweizer.

SCHWEIZER

Bei Gott! ich habs wahrlich getan, und es ist beim Teufel nicht das schlechtste, was ich in meinem Leben getan habe

geht unwillig ab. MOOR
Nachdenkend.

Ich verstehe — Lenker im Himmel — ich verstehe — die Blätter fallen von den Bäumen — und mein Herbst ist kommen — Schafft mir diesen aus den Augen

Spiegelbergs Leiche wird hinweg getragen. GRIMM

Gib uns Ordre Hauptmann — was sollen wir weiter tun?

MOOR

Bald — bald ist alles erfüllet — Gebt mir meine Laute — Ich habe mich selbst verloren, seit ich dort war — Meine Laute sag ich — Ich muß mich zurück lullen in meine Kraft — verlaßt mich.

RÄUBER

Es ist Mitternacht Hauptmann.

MOOR

Doch warens nur die Tränen im Schauspielhaus — den Römergesang muß ich hören, daß mein schlafender Genius273 wieder aufwacht — Meine Laute her — Mitternacht sagt ihr?

SCHWARZ

Wohl bald vorüber. Wie Blei liegt der Schlaf in uns. Seit drei Tagen kein Auge zu.

MOOR

Sinkt denn der Balsamische Schlaf auch auf die Augen der Schelmen? Warum fliehet er mich? Ich bin nie ein Feiger gewesen, oder ein schlechter Kerl — Legt euch schlafen — Morgen am Tage gehen wir weiter.

RÄUBER

Gute Nacht Hauptmann

Sie lagern sich
1 ... 14 15 16 17 18 19 20 21 22 ... 26
Idź do strony:

Darmowe książki «DieRäuber - Fryderyk Schiller (czytaj za darmo online txt) 📖» - biblioteka internetowa online dla Ciebie

Uwagi (0)

Nie ma jeszcze komentarzy. Możesz być pierwszy!
Dodaj komentarz